Hacker stehlen 40 Millionen Kreditkarten-Datensätze
Die Angeklagten stammen aus verschiedenen Ländern und hatten sich auf den Diebstahl und Wiederverkauf von Kreditkartendaten sowie Personendaten spezialisiert. Die Daten stammten von Kunden verschiedener großer amerikanischer Einzelhandelsketten und wurden nach der "Aquise" verschlüsselt auf Servern in den USA und Osteuropa abgelegt, um dann weiterverkauft zu werden.
Wie beim Diebstahl von Kreditkartendaten üblich wurden die Daten dann von den "Kunden" auf Blanko-Karten geschrieben und zum Abheben hoher Geldsummen verwendet. Die Machenschaften flogen auch deshalb auf, weil ein 2003 vom amerikanischen Secret Service wegen Betrugs festgenommener Mann den Ermittlern als Informant diente.
Der Informant kann jedoch nicht auf eine mildere Strafe hoffen, da im Zuge der Ermittlungen heraus kam, dass er auch in einem anderen schwerwiegenden Fall von Kreditkartenbetrug eine große Rolle spielte (wir berichteten). Ihm droht deshalb sogar lebenslänglich, wenn er in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen wird.
Den weiteren Angeklagten, die unter anderem aus China, Weißrussland und Ukraine stammen, wird von den US-Behörden vorgeworfen, den Handel mit gestohlenen Kreditkartendaten und deren Bezug auf internationaler Ebene professionell betrieben zu haben. Es soll ein ganzes Netzwerk von Beteiligten gegeben haben, die sich nun vor verschiedenen US-Gerichten verantworten müssen.
Einer der Angeklagten soll allein ganze 11 Millionen US-Dollar mit seinen höchst illegalen Aktivitäten verdient haben. Nach Angaben des Justizministeriums handelt es sich um den bisher größten und komplexesten Fall von Identitätsdiebstahl, der in den USA jemals zu einer Anklage geführt hat. Insgesamt sollen die Täter über 40 Millionen Datensätze gestohlen haben.
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